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Mein erstes Ma(h)l

16. Dezember 2012

Mein erstes Mal

Bei meinem ersten Versuch als Koch welcher, soviel sei schon verraten, erfolgreich verlief, habe ich mich an einem vermeintlich einfachen und schnellen Gericht versucht.

Die Anmerkungen zeigen, welche Gedanken aus einem 20 Minuten Rezept ein anderthalb Stunden Event machen können.

Spaghetti mit Tomatensoße nach dem Rezept von Jamie Oliver

Zuerst einen großen Topf mit gesalzenem Wasser für die Spaghetti aufsetzen. (Was heißt denn jetzt gesalzen? Soviel wie auf ein Frühstücksei oder soviel wie in der Garageneinfahrt im Winter 2008? Wahrscheinlich irgendwas dazwischen!) Das Wasser kann man bedenkenlos sich selbst überlassen. Normalerweise stellt es keine Dummheiten an. Sollte es doch mal den Topf verlassen, nimm beim nächsten Mal einen größeren Topf oder weniger Wasser. Logisch, oder?

In der Zeit, die das Wasser braucht um heiß zu werden und, wenn es dann kocht, die Spaghetti zu garen, schnippelt man die Zutaten für die Soße.

Bei der Chili gibt es zwei Varianten: Die milde (auch Memmenmodus genannt) und die scharfe, die ich selbst noch nicht probiert habe (Memme)

Für die milde Variante:

Die Chili der Länge nach aufschneiden und die Samen entfernen. (Obacht! Wenn man sich danach mit den Finger an die Augen fasst, wird es echt schmerzhaft! Ausspülen mit Wasser hilft nicht im geringsten! Gilt übrigens auch für alle Schleimhäute! Also nicht in der Nase bohren!! Nicht das ich das getan hätte!)

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Ab hier steigen die Liebhaber scharfer Gerichte wieder mit ein.

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Die Chili in Streifen schneiden (Streifen? Längs oder quer? Warum sind Rezepte immer so ungenau? Ich kann so nicht arbeiten! Ah, Moment mal! Bei der Scharfen werden es ja Ringe) Die Basilikumblätter abzupfen und beiseite legen. Die brauchen wir am Ende noch. Die gerupften Stile klein hacken. (Na toll! Wieder so eine unpräzise Angabe. Was heißt klein? Können die keine vernünftigen Maßangaben machen? 3mm lange Stücke z.B.? Ach egal. Schere aus der Schublade und fröhlich ran! … Schatz, wo haben wir die Scheren?)


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Fehlt nur noch der Knoblauch. Ich nehme gerne zwei, weil es mir besser schmeckt. (Kleine Bemerkung am Rande: Aus irgendeinem völlig unbeannten Grund riecht frischer Knoblauch für mich nach geriebenem Apfel. Kling komisch, ist aber so!) Die Zehen häuten (die Methode ist dabei ziemlich egal. Wichtig ist nur, es sind nicht die eigenen) und in Scheiben schneiden (ahhh, da ist es wieder! Welche Richtung denn nun?)

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In einem Topf oder einer großen Pfanne etwas Olivenöl (mir Platz gleich der Kragen! Wieviel zur Hölle ist denn nun wieder „etwas Olivenöl“? Ich habe mal einen Gebrauchtwagen gekauft, der laut Händler „etwas Öl“ verloren hat. Nach zwei Stunden auf einem Parkplatz hat es darunter ausgesehen wie die  Bretagne nach dem Unfall der Amoco Cadiz 1978. Was soll’s. Zwei, drei ordentliche Schluck werden schon passend sein.) erhitzen und bei mittlerer Temperatur (schon wieder so eine ungenaue Angabe. Was bedeutet „mittlere Temperatur“? In Wuppertal liegt die mittlere Temperatur bei etwa 9°C und das wird wohl kaum gemeint sein!) solange brutzeln bis der Knoblauch etwas Farbe angenommen hat. (Super! Ich freu mich! Wie sieht Knoblauch denn aus, wenn er „etwas Farbe“ angenommen hat? Wird er dann rosa, oder was?)

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Den Knoblauch nicht zu braun werden lassen, er schmeckt sonst bitter (Danke Schatz!). Danach einfach die beiden Dosen Tomaten in den Topf schütten und dem ganzen so richtig einheizen. Wenn die Soße kocht (Ja ja, ich wisch die Fliesen nachher ab!) die Basilikumblätter dazugeben, umrühren und noch eine Minute kochen lassen.

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Keine Sorge, die Blätter schrumpfen noch. Kräftig salzen und pfeffern. Wenn das Timing passt sollte genau jetzt die Kochzeit der Nudeln vorbei sein. Wenn nicht, auch egal und warten bis die Zeit abgelaufen ist. Die Nudeln abgießen und ohne Hemmungen in die Soße schütten.

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Italiener machen das so (In der Miracoli Werbung hieß es aber immer „Es ist noch Soße da“? Waren wohl keine Italiener!?) Kräftig durchrühren, auf Teller verteilen und ganz nach Geschmack den geriebenen Parmesan darüber streuen. (Sieh mal Schatz! Den Käse kriegt man auch in der Küchenmaschine klein!)

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Hier zum nachlesen die Kurzform:

Zutatenliste:

  • Spaghetti
  • 2 Dosen Tomaten, stückig, 400 ml
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Topf frischer Basilikum
  • 1 Chili oder Peperonischote
  • Parmesan
  • Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer

Anleitung:

  • Salzwasser aufsetzen und Spaghetti nach Anleitung kochen
  • Basilikumblätter abzupfen und Stengel zur Seite legen
  • Chilischote aufschneiden, Kerne entfernen
  • Olivenöl in großem Topf bei mittlerer Temperatur erhitzen
  • Chili in Streifen schneiden
  • Knoblauch in Scheiben schneiden
  • Basilikumstengel klein schneiden
  • Chili, Knobi, Stengel in das Öl geben bis Knobi ganz leicht braun ist
  • Tomatendosen dazu geben, Temperatur erhöhen
  • Basilikumblätter in die Soße geben, ca. 1 Minute kochen
  • Spaghetti abschütten und in die Soße geben, durchrühren
  • Parmesan reiben
  • ESSEN
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From → Essen

2 Kommentare
  1. GROSSARTIG!
    Ich bin jetzt schon Fan! …. und ich war noch nieeeee Fan:-)

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  2. Jürgen Overkott permalink

    Mit wissenschaftlicher Präzision beschrieben und FOTOGRAFIERT. Ein echter Feldversuch.

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