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Hähnchenpastete

21. Februar 2013

Hähnchenpastete

Es ist mal wieder Zeit etwas zu essen, das zumindest behauptet mein Bauch. Lauschen wir doch mal, wonach es ihn grad gelüstet…

Irgendwas mit Fleisch wäre gut…Hähnchen vielleicht…gute Idee…hmmm, Pilze wären auch nicht schlecht….und Erbsen…ja das klingt prima…und Salat will ich auch….

Puh! Was machen wir denn jetzt daraus? Da fällt mir spontan die Hähnchenpastete vom kleinen Engländer ein.

Also, ran ans Werk…

Etwa anderthalb Pfund Hähnchenbrust in etwa 1cm breite Streifen schneiden. (Ich fang jetzt nicht wieder das Thema „längs oder quer“ an. Mach einfach!)

Die folgende Anweisung hört sich vielleicht komisch an, ist aber unter Umständen lebenswichtig: FINGER WASCHEN! Rohes Hähnchenfleisch hat die unangenehme Eigenschaft, von Zeit zu Zeit mit Salomonen, quatsch Salome, naja eben diesen kleinen Biester mit Fühlern und so belastet zu sein. Hardcore Sauna (also braten) schickt sie fix übern Hüpp. Der Vorgang des bratens gilt aber nur für das Fleisch, nicht für deine Finger, die du mit Sicherheit nicht schön durch willst. Bei Fingern hilft waschen deutlich besser!

Einen durchaus kräftigen Schuß Olivenöl (Stichwort Olivenöl: Hab ich eigentlich schon von der Olivenöl-Mafia erzählt? Nicht? Sollte ich unbedingt mal machen!) und ein Stück Butter (Ich erspare mir mein ewiges Gejammer über unzureichende Anweisungen in Kochbüchern. Du wirst schon wissen, wie groß ein Stück Butter sein sollte) in eine heiße Pfanne geben (heiß bezieht sich hierbei auf die Temperatur. Alles andere wäre ekelig und wahrscheinlich gegen das Gesetz) und das Fleisch darin braten. 3 Minuten sollten ausreichen. Damit das Fleisch auch gleichmäßig gebraten wird ist gelegentlichen wenden keine schlechte Idee.

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A propos! Es ist auch keine schlechte Idee, den Ofen auf 200° vorzuheizen! (Frag nicht wieso! Tu es einfach!)

Sportfreunde machen die nächsten Schritte während das Fleisch in der Pfanne brät, Freunde der eher gemütlichen Gangart drucken sich die Anleitung aus, schneiden den folgenden Abschnitt aus und kleben ihn einfach an den Anfang. Klebe und Schere liegen in der Küchenschublade!

Ein Bund Frühlingszwiebeln putzen (klingt genauso wie die Sache mit dem Staub, funktioniert aber ganz anders) und 150g frische Champignons (schmeckt definitiv besser als die Dinger aus der Dose) säubern und beides in Scheiben schneiden.

Pilz- und Frühlingszwiebelscheiben in die Pfanne zu dem gebratenen Fleisch geben und einen gehäuften Esslöffel Mehl darin verrühren (also auch in der Pfanne). Weil’s so schön ist, kommen noch zwei Teelöffel scharfer Senf, ein gehäufter Esslöffel Creme fraiche und 300ml Geflügelfond dazu. Nicht nur wegen einer besseren Optik ist jetzt die Zeit, alles gut umzurühren. Weniger für die Optik, viel mehr für den besseren Geschmack die Blättchen von ein paar Zweigen Thymian (abbrausen vorher nicht vergessen!) in die Pfanne zupfen. Einfach das Ganze noch ein Weilchen köcheln lassen.

Jetzt wird so langsam eine Pastete daraus: Alles, was in der Pfanne ist in eine Auflaufform geben und mit Blätterteig abdecken. Ich nehme immer den fertigen Blätterteig auf Backpapier. (Teig ist irgendwie mit backen verwandt und backen gehört definitiv nicht zu meinem Thema. Ist ja auch ein Kochblog und kein Backblog. Wobei…gleich kommt ein Schritt, welcher das Ganze doch ein wenig in Richtung backen schubst…ach, egal…) Logischerweise muss die Auflaufform etwas kleiner sein, als die Blätterteigplatte.  Die Form muss ganz mit dem Blätterteig bedeckt sein. (Für die Klugscheißer unter euch: Natürlich meine ich nicht die gesamte Form! Unten, rechts, links, vorne und hinten dürfen verschont bleiben. Es geht ausschließlich darum, die vorher gekochte Füllung abzudecken.) Den Blätterteig an den Rändern fest andrücken. (Geht ganz einfach. Ist so ein bisschen wie damals mit Play-Doh spielen.)

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Ein Ei mit einer Gabel verquirlen und den Blätterteig damit bestreichen.

(Bitte kommt jetzt nicht auf die Idee, ein komplettes Ei und eine Gabel in eine Schüssel zu werfen um beides dann mit einem Mixer zu verrühren. Klappt nicht, macht tierische Sauerei und den Mixer kaputt! … Vermutlich wird es das Beste sein, bei Gelegenheit mal eine Abhandlung über diverse Vorgänge beim kochen zu schreiben.)

Die Pastete kommt jetzt für eine gute Viertelstunde in den Backofen (Ahhh! Ist also doch so ein bisschen wie backen!)

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Extratipp für die Designer unter euch: Wer so richtig auf die Sahne hauen will, der schneidet den Blätterteig kreuz und quer ein wenig ein. Das ergibt ein sehr hübsches Muster auf der fertigen Pastete.

(Ich bin kein Designer und will auch auf nichts und niemanden hauen. Deswegen hat meine Pastete auch kein Muster. Lohnt sich eh nicht, weil sie ruck-zuck aufgegessen ist!)

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From → Essen

One Comment
  1. Agi permalink

    Hätte ich grad Lust nach zu kochen … Sieht von der Zubereitung simpel aus – daher perfekt für mich.

    Gefällt mir

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