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Erbsengemüse

22. Februar 2013

Erbsengemüse

Mein Bauch rumpelt und rumort, weil ich nicht auf seine Bedürfnisse gehört habe. Beim letzten Rezept fehlten ihm eindeutig die Erbsen. Um wieder Ruhe in den alten Knochensack zu bekommen, will ich es hiermit nachreichen. Dieses Erbsengemüse passt hervorragend zu so ziemlich allem, was man in Deutschland als „Sonntagsessen“ bezeichnet. (und außerdem ist es für mich eine Möglichkeit Salat zu essen, ohne das Gefühl zu haben im Garten über einen Maulwurfshügel gestolpert und in Oma’s Gemüsegarten gelandet zu sein)

Wie so oft basiert das Rezept auf einer Vorlage von Jamie Oliver (Wenn man mich fragt, sind seine Bücher für Anfänger am Besten geeignet! Aber mich fragt ja keiner!)

Wenn es nicht zu lange her ist, kann man die noch heiße Pfanne von der Hähnchenpastete benutzen. Sollte es länger als 10 Minuten her sein, ergänzt man die Vorbereitung durch Schritt a) „große Pfanne erhitzen“, sollte es noch länger her sein (so 1 bis 3 Tage/Wochen/Monate), gehört aus gesundheitlichen und appetitlichen Gründen Schritt b) „spülen“ dazu. Wobei die Reihenfolge aus nachvollziehbaren Gründen erst b) dann a) lauten muss. (Jeder der versucht hat, eine heiße Pfanne zu spülen wird diese Empfehlung nachvollziehen können).

Dann kann es losgehen:

Zwei Romanasalate putzen und waschen (ich nehme immer Salatherzen, die es in unserem Supermarkt im Gegensatz zu Romanasalaten eigentlich immer gibt). Putzen und waschen heißt hier einfach, die Blätter abzupfen, alles was aussieht, als möchte ich es nicht um Mund haben und den harten Stil (oder Gnubbel, Knorpel, Strunk oder wie auch immer ihr das Teil benennt, mit dem der Salat einst mit Mutter Erde verbunden war) wegschmeißen oder dem Kaninchen der Nachbarskinder geben. Salat waschen ist eine zum Teil sportliche Aufgabe, die aber auch ihre Tücken hat. Im Grunde ist es einfach: Den Salat in einem Sieb mit Wasser abspülen um eventuell vorhandenen Dreck oder Kleinlebewesen zu entfernen (Salat ist ein sehr bodenständiges Gewächs, welches auf Grund der Nähe zur Erde gerne mal ein wenig davon für später bei sich behält und Kleinlebewesen nutzen ihn in regelmäßigen Abständen als Behausung. Große Tiere tun dies übrigens deutlich seltener. Wäre ja auch albern, wenn ein Irischer Wolfshund auf einem Salat wohnen würde, oder?) Ein patschnasser Salat gewinnt aber geschmacklich kaum, so dass das Wasser wieder runter muss. Dafür hat sich das „Salatschleudern“ als effektiv erwiesen. In früheren Zeiten, als noch mehrere Generation auf einem weitläufigen Hof lebten, hat man den Salat in einem Tuch oder geschlossenen Sieb aus Leibeskräften wie eine Windmühle geschleudert und mit Hilfe einiger physikalischer Größen (Zentrifugalkraft, Zentripetalkraft u.s.w.) Wasser und Salat voneinander getrennt. Da dieses Verfahren in geschlossenen Räumen zwar den gleichen Effekt, aber unerwünschte Nebenwirkungen hat (da hilft dann auch kein Gespräch mit dem Arzt oder Apotheker), ist jemand auf die gute Idee gekommen, ein geschlossenes System zu erfinden, die sogenannte „Salatschleuder“ (ähnlich einer Wäscheschleuder, welche aber als Ersatz nicht funktioniert! Glaubt mir!) Den geschleuderten Salat in einer Küchenmaschine in Streifen schneiden. Das geht fix und das Ergebnis ist gut zu verwenden. Küchenmaschine ab- und Wasserkocher einschalten. In die heiße Pfanne ein Stück Butter und einen Esslöffel Mehl geben und 300ml Geflügelfond dazugießen (Wenn es einen wirklich, wirklich schlechten Zeitpunkt gibt, Geflügelfond kaufen zu wollen, dann ist das direkt nach den Weihnachtstagen.  So sicher wie der Papst keine Enkel hat, ist an diesen Tagen Geflügelfond ausverkauft! Echt jetzt!) Mit einem Schneebesen (nein, nicht das Ding aus dem Keller) alles zu einer glatten Soße verrühren. (Glatt bedeutet hier, dass die Butter geschmolzen ist und das Mehl ohne Klumpen ist. Leuchtet doch ein!) Danach den Salat und eine Packung Tiefkühlerbsen (kommt nicht so genau drauf an. Zielwert sind 450g. Sind nur 400g drin oder sogar 500g ist es genauso gut. Baut jetzt deswegen nicht extra die Küchenwaage auf!) in die Soße geben und umrühren. Ein wenig kochendes Wasser (wie jetzt? Kein kochendes Wasser da? Rezept nicht ordentlich gelesen, was?) dazugießen, mit Salz und Pfeffer würzen, Deckel drauf und noch einen Moment ziehen lassen (Ein „Moment“ gehört zu den ungenauesten Zeitangaben dich ich kenne. Ich versuche es mal zu präzisieren: 1 Minute und 30 Sekunden kommt recht gut hin).

Zur besseren Übersicht die Kurzfassung:

Zutatenliste

2 Salatherzen

1 Stück Butter

1 Esslöffel Mehl

300ml Geflügelfond

450g Tiefkühlerbsen

Anleitung:

–       Pfanne erhitzen

–       Salat waschen, putzen und in der Küchenmaschine in Streifen schneiden

–       Butter und Mehl in die Pfanne

–       Geflügelfond dazugießen

–       Zu einer glatten Soße verrühren

–       TK Erbsen und Salat zufügen

–       Etwas kochendes Wasser eingießen

–       Salzen, pfeffern

–       Ziehen lassen

(Heute leider noch ohne Bilder, werde sie aber nachreichen)

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From → Essen

2 Kommentare
  1. Hast du schon mal was mit Erbsen und Minze von Jamie versucht? Wenn ja, hat es geschmeckt?Das ist bei ihm relativ verbreitet und ich wollte es mal versuchen….

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