Skip to content

Studentenfutter

29. Juni 2014

Aus gegebenem Anlass wende ich mich heute an die junge Generation, die bei Zeiten das heimatliche Nest verlassen und daraufhin feststellen wird, dass Tiefkühlpizza seine Leckerlichkeit nach wenigen Wochen verliert, sofern man sie täglich essen muss. Spätestens dann wird der Wunsch nach Mama’s Küche groß. Doch je nach örtlicher Lage der Bildungseinrichtung ist der Weg an den aus Kindertagen geliebten Suppentopf unangenehm weit weg. Um ein studienstörendes Trauma zu verhindern gibt es hier die DIY Anleitung für diverse Eintöpfe.

Studierende sind ja im Allgemeinen mit einem analytischen Verstand ausgestattet und durchaus in der Lage, komplizierte Zusammenhänge zu erkennen und die darin enthaltenen Informationen zu extrahieren und zu nutzen. Da studieren an sich schon kompliziert genug ist, beschränke ich diesen Eintrag auf eine Schritt für Schritt Anleitung ohne Firlefanz und Schleifchen.

Schritt 1: einen Topf  zu einem Drittel mit Wasser füllen
Schritt 2: 5 Kartoffeln schälen und nach dem schälen in den Topf mit Wasser geben
Schritt 3: Kartoffelschalen wegwerfen
Schritt 4: Die geschälten Kartoffeln in kleine Würfel schneiden und zurück in den Topf mit Wasser
Schritt 5: Das Wasser aus dem Topf abgießen
Schritt 6: Den Topf wieder mit 0,75 l Wasser füllen
Schritt 7: 3 Brühwürfel in den Topf geben und alles zum kochen bringen (ca. 15 Minuten kochen lassen)
Schritt 8: 2 Dosen Erbsen mit Suppengrün in den Topf geben
Schritt 9: Je nach Lust und Laune ein paar Bockwürstchen dazugeben
Schritt 10: Aufkochen lassen und dann essen
 

Der Schritt 8 ist variabel. Als Alternative gibt es in den Supermärkten Linsen mit Suppengrün, weiße Bohnen mit Suppengrün oder gelbe Erbsen mit Suppengrün. Bei der Verwendung von Linsen gibt es einen Zusatz für Schritt 7: Einfach ein paar Mettenden mitkochen.

Da der durchschnittliche Student bisweilen etwas verpeilt ist, füge ich noch eine Werkzeugliste an, die die Küche (Kochnische, Singleküche oder wo auch immer das Mitglied der Bildungselite sich die Nahrung zubereiten will) unter allen Umständen bereits VOR dem Kochen enthalten sollte:

1. Herd (mindestens eine Herdplatte sollte funktionieren)
2. Topf (bei den oben genannten Mengen sollte er ein Fassungsvermögen von mindestens 4 Litern haben)
3. Dosenöffner (ein Utensil, welches sehr gern bei der Ersteinrichtung einer Behausung vergessen wird. Aushilfsweise kann auch ein Schweizer Offiziersmesser mit der Option „Dosenöffner“ verwendet werden.)
4.  Ein Löffel pro Person
5. Ein Teller pro Person (abhängig vom Beziehungsgrad der beteiligten Personen kann auch direkt aus dem Topf gegessen werden. Spart auch das Spülen der Teller)
 
 
 
Erbseneintopf
 
Advertisements

From → Essen

Schreibe einen Kommentar

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: